4 resiliente Mind-Hacks: Wie Du sportlich das BESTE aus der Coronasituation machst!

Paceheads Athlet Treppenlauf

Zeiten ändern sich. Zumindest vorübergehend. Corona zwingt die Welt nicht in die Knie, doch aber dazu, aktuell daheim zu bleiben, weitestgehend. Für naturverbundene Sportler*innen nicht gerade ein Geschenk oder? Sicherlich ist es für viele zur Zeit nicht einfach! Doch bei dem ganzen Gejammer über „Lagerkoller“ und der gewohnt reißerischen Berichterstattung ist es kein Wunder, dass wir die Möglichkeiten und Chancen übersehen, die sich uns bieten.

Als jemand, der sich viel mit dem Thema Resilienz beschäftigt, muss ich schon ein wenig schmunzeln und denke mir: Wenns halt nicht mehr so funktioniert wie vorher, machen wirs halt anders.

Resilienz? Ist das nicht so ein Psychozeug? Was hat das mit Sport zu tun?

Für die einen ein Modewort, andere haben es noch nie gehört. Auf gar keinen Fall will ich hier mit Wikipedia-Definitionen langweilen, nur soviel: „Resilienz ist die Fähigkeit, während und nach Widrigkeiten (mental) gesund zu bleiben“ (Prof. R. Kalisch) Und wie zum Henker könnte man die aktuelle Situation beschreiben, wenn nicht als „Widrigkeit“?

Charles Reade, englischer Schriftsteller, soll mal gesagt haben, dass Gedanken zu Worten werden, Worte zu Handlungen, Handlungen zu Gewohnheiten und Gewohnheiten zum Charakter. Recht hat er, finde ich. Und wenn nun unsere Gewohnheiten geändert werden (müssen), sollten wir uns wohl Alternativen ausDENKEN oder?

Sport und Resilienz, das passt wie die Faust aufs Auge. Nirgendwo sonst bin ich ständig Widrigkeiten, Herausforderungen oder Anstrengungen ausgesetzt. Um dies immer wieder bewältigen zu können, muss ich zuerst an meinen inneren Haltungen arbeiten. Hier die top vier resilienten Mind-Hacks, die ich auch in Mentalcoachings immer wieder vermittle:

Mind-Hack 1: Die Kunst des Akzeptierens

Ohne diesen Schritt geht nichts! Du kannst niemals kontrollieren, was um dich herum geschieht – wohl aber, wie Du darauf reagierst. Kannst Du die Situation an sich gerade ändern? Nö. Du musst dich nicht in sie verlieben, klar. Aber gegen sie anzukämpfen, wütend oder frustriert zu sein, kostet eine Menge Energie. Eine einfache Notfallstrategie, um akzeptieren zu können: Nimm dir eine Minute (komm schon, die hat jede*r!), schließe die Augen und zähle deinen Atem. Super easy. Super effizient, geklaut von Spitzensportler*innen. Nimm die Situation an, wie sie ist – es ist ok so! Akzeptieren macht frei.

Mind-Hack 2: Lösungs- und Zielorientierung

Herzlichen Glückwunsch! Wenn Du es nun nimmst, wie es ist, können wir nach vorn blicken. Kontaktverbot bedeutet nicht gleich Sportverbot. Sei halt kreativ. „Und meine Kinder?“ – steck sie für ne Stunde in den Fahrradanhänger und lauf los oder lass sie mit dem Rad nebenher fahren. Schon mal Krafttraining mit Kids probiert? Die Kids als Ersatz-Gewichte. Ein bissl Ausgleichssport wie Trampolin im Garten schadet auch nicht.

Sport geht auch drinnen: Paceheads sei dank. Schwing dich auf deine Rolle und gib Gas. Ich haben meinen FTP-Wert seit dem Lockdown schon zwei Mal verbessert. Und außerdem: Sport zu zweit draußen ist ja erlaubt!

Mind-Hack 3: MITeinander

Du hast aktuell die Chance, deine Beziehung zu deinem engsten Kreis zu intensivieren. Vielleicht ungewohnt zunächst, doch Du kannst dich viel mehr auf Mitbewohner*in, Freund*in oder Familie zu Hause einlassen! Wohnst Du alleine, kannst Du Beziehungen zu Nahestehenden einfach anders leben: Skype, Telefon, Facetime, oder gar ein Familien-Meetup auf Zwift sind heute kein Problem mehr.

Mind-Hack 4: Gesunder Optimismus

Eins ist sicher, egal ob es gerade besonders gut oder besonders schlecht läuft: Die Zeiten ändern sich! Wenn Du die neuen Sichtweisen oben als Chancen begreifst zu wachsen und flexibel zu sein, erträgst Du alles gleich viel besser. Gerade in schwierigen Zeiten leiden wir ja gerne mal unter „Chancen-Amnesie“ und sehen vieles (alles?) schlechter als es ist. „Das Gute im Schlechten sehen“ ist eine Haltung, die handlungsfähig macht, statt frustriert zu sein. Hat schon Paul Watzlawick gesagt.

Und Du? Denkst Du schon in Chancen oder lebst Du deine „Probleme“?

Mit der akuten Situation umgehen zu können ist das Eine. Die Mind-Hacks helfen dir hoffentlich dabei. Die Anschlussfrage ist doch aber: WOFÜR zum Henker trainiere ich denn bitte weiter, wenn in absehbarer Zeit womöglich erstmal nix an Wettkämpfen stattfindet? Tja, hier stoßen wir auf den Kern. Was ist eigentlich dein persönlicher Sinn und Zweck hinter dem Sporttreiben? WOFÜR machst Du das? Was willst Du eigentlich erreichen? Besser sein als andere? Das vollste Strava-Profil haben? Den aktivsten Insta-Account? Oder steckt da nicht noch mehr in dir?! Mehr dazu in Teil 2 in der kommenden Woche.

Niels Mentalcoach

Niels
Sportwissenschaftler & Resilienz Coach

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